Vorweihnachtliches Geschenk für Karateka.

Mittlerweile zum vierten Mal hatten der Sportliche Leiter des Vereins, Josef Ries (6. Dan) und der 1. Vorsitzende, Max Ries (3. Dan) zu einem bayernweiten Shotokan-Karate-Lehrgang eingeladen, an dem natürlich auch wieder Fritz Oblinger (7. Dan, Breitensport- und Stilrichtungsreferent Bayer. Karatebund) nicht fehlen durfte. Vorbereitet von Max Ries und seinem Helferteam konnten sich die ca. 70 Teilnehmer wieder auf einen interessanten Tag freuen. 18 von ihnen hatten sich für eine Dan-Prüfung (Schwarzgurt) angemeldet.

Fritz Oblinger begann in der Oberstufe (4. Kyu-Dan) mit Beintechniken zum Aufwärmen und legte auch hier schon Wert auf die Einhaltung der genauen Distanz beim Partnertraining. Auch wies er darauf hin, wie wichtig es ist, bei einem Angriff eine der Situation angepasste, schnelle und effektive Technik anzuwenden; wie z. B. einen Hebel. Als letztes stand die Kata Gankaku (Scheinkampf) an, die er stückweise durchging und mit dem jeweiligen Bunkai (Kata in Anwendung) ergänzte.

Anschließend nahm er sich eine Stunde für die Dan-Prüflinge Zeit, gab noch wertvolle Tipps und nahm so manchem mit seiner freundlich-humorvollen Art ein wenig von der großen Aufregung.

Die wuchs dann erst einmal wieder bei den Kyu-Prüflingen (Farbgurte); doch alle konnten sich anschließend über den neuen Gürtelgrad und die Urkunde freuen.

Auch bei der Unterstufe (9.-5. Kyu) war die Distanz ein großes Thema. Nicht nur beim Setzen der Technik, sondern auch beim Verlassen des Gefahrenbereichs. Oblinger führte, besonders zum Erstaunen der jüngsten Karateka, vor, wie man die Energie eines Gegners brechen kann. Außerdem sprach er auch über einfache Verhaltensweisen auf der Straße, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Den Abschluss bildete wieder eine Kata mit Bunkai.

Josef Ries begann in der Unterstufe mit dem Jiyu-Ippon-Kumite (vorbestimmte Art und Reihenfolge von Angriffen mit freier Wahl von Block und Konter). Auch er legte viel Wert auf die richtige Distanz zur Zielregion und mehr Variationen der Konter. So sollten außer der typischen Fausttechnik auch andere Hand- und möglichst eine Fußtechnik angewandt werden. Anschließend konnten sich alle, die sich für die Kata Ji`in interessierten, in einzelnen Sequenzen mit ihrem Ablauf und dem Bunkai vertraut machen. Ries ging auch auf die einzelnen Stände ein, die genaue Fußstellung, um z. B. auch dynamisch wieder in die nächste Stellung zu kommen.

Die Oberstufe kämpfte sich dann durch die Kata Chinte. Ebenfalls in Sequenzen und mit Bunkai, das mit bis zu zwei Partnern geübt wurde. Zwischendurch wurde immer wieder die ganze Kata durchgelaufen, um sie sich besser einprägen zu können.


Dann stand die Dan-Prüfung bei Oblinger und Josef Ries an. Alle Karateka zeigten gute bis sehr gute Leistungen und konnten nach drei bangen Stunden erleichtert ihre Urkunden entgegennehmen. Oblinger gab den Karatemeistern mit auf den Weg: „bleibt wie ihr seid und tragt eure Nase da, wo sie hingehört“.


Auch diesmal wieder gab es viel positive Resonanz für die angenehme Atmosphäre und die sympathischen Referenten. Und so mancher fragte schon nach dem Termin im nächsten Jahr.